"Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler"  - Ingeborg Bachmann

21 | 11 | 2017
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 Anno 1369

Wir Albrecht von Gottes Gnaden, Herzog zu Österreich,  zu Steier etz, etz, etz.

Selber Landesfürst Albrecht bestätigte den Gaunersdorfer Bürgern wie weiland Rudolf alle ihre von ihren Voreltern mit hergebrachten Rechte und Freiheiten

und erneuerte mit dem landesfürstlichen Siegel und Unterschrift selbige Kundschaft von Wort zu Wort gleichlautend.

Wien am Irchtag (?) nach St. Margarethen Tag nach Christus Geburt dreizehnhundert und danach in dem neun und sechzigsten.

         

                                                                         Albrecht

Anno 1444

Gaunersdorf ward anno 1444 als ein Pfandschilling Kaiser Friedrich des IV. von Herrn Christoph von Lichtenstein be­sessen; der zur gedachten Kaiserszeit berüchtigte
Frohnauer fiel anno  1460 aus seinem Raubneste zu Schweinwart Gaunersdorf an, ward aber tapfer zurückgeschlagen.

Hasselbach, Weißkern


Nachdem Frohnauer, wie gesagt, blutig, mit Hinterlassung vieler Toten von Gauners­dorf zurückgeschlagen, da hat man die Toten auf dem Schlachtfelde begraben und auf deren
Gräber ein Kreuz zum immerwäh­renden Gedächtnis errichtet, das ist ausser Gaunersdorf an der Kaiserstraße, unweit der Schenkenmühle, wo dermal ein Kreuz von Steinmetzarbeit stehet.
Das sogenannte Schenker Kreuz genannt.                                                               

Bürger Nachricht

Als der berüchtigte Fronauer anno 1460 durch Kaiser Friedrich IV. aus Orth vertrieben war, flüchtete er sich nach Schweinwart, befestigte die Kirche und beraubte die umliegenden Gegenden.
Der Kaiser schickte daher seine Völker welche die Kirche vier Wochen lang vergebens belagerten und das arme Land ebenso aussaugten, worauf Fronauer ärger als zuvor wütete.

Im Jahre 1462 ward Podenski ein Räuber aus Slavonien von seinem Schwager einem Stallreiter Herzog Albert VI. Hauptmann hier her gesandt, welcher keinen Alterstand noch Geschlecht schonte,
Geistliche und Weltliche in Ketten schloß und die Kirchen wie die Bauern- und Bürgerhäuser beraubte bis ihm Heinrich von Lichtenstein anno 1463 das Handwerk legte, die Schanze eroberte und das Ende gleich machte.

Hasselbach

Eingefügt ist hier eine Zeichnung des Schenker-Kreuzes mit folgendem Text:

Denkmal an Fronauer.

Abbildung des sogenannten  Schenker-Kreuzes aufgenommen im Jahre 1869. Eduard Lehrl nach der Natur, ist zwar nicht mehr seines ursprünglichen Zustandes sondern ist schon das obere Kreuz repariert.

N.S. Die Reparatur dieses Fronauerkreuzes ist durch Herrn Gregor Rosenwasser, Müller der sogenannten Schenkenmühle geschehen in den Jahren ungefähr von 1832 bis 1838.

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